Babypause mit dem :: stoffbüro :: und wunderbaren Lagenshirts

Die Babypause eröffnet heute das stoffbüro. Einer meiner liebsten Blogs, mit einer wunderbaren Bloggerin im Hintergrund. Seit ein paar Monaten verbindet uns ein inspirierender Emailkontakt, der uns hoffentlich irgendwann einmal im wahren Leben zusammen führen wird! 

Liebe Catrin, vielen Dank für Deine Mühe und die tolle Idee!

Als Sindy mich um einen Gastbeitrag für ihre Babypause bat,
gingen mir viele Gedanken durch den Kopf. Zuerst einmal: Wie schön ist es ,
eine solche Einladung zu erhalten – wie schön auch, über das Bloggen nicht nur
in Kontakt zu kommen mit Menschen, die die gleichen Interessen teilen, sondern
auch, ein wenig ihr Leben mit verfolgen zu dürfen, und sie und ihre Geschichten
sich ans Herz wachsen zu lassen.

Gleichzeitig fühlte ich mich erinnert an ein Tutorial, das
ich für die Babypause im Hause Herzekleid
schreiben durfte: Das
Babyshirt mit geknöpfter Schulter
. Das :: stoffbüro :: in Babyvertretung
arbeitet weiter am Kindershirt-Baukasten und ergänzt ihn nun um eine kleine
Anleitung zur Herstellung eines Lagenshirts! Mit geknöpfter Schulter, oder auch
mit einfachem Halsausschnitt, ganz nach Alter und Dickschädel.
Ein solcher Lagenlook gibt dem Shirt einen ganz anderen Anstrich, als schlicht andersfarbige oder andersgemusterte Ärmel einzusetzen
Möchtet Ihr also erst einmal mit dem :: stoffbüro :: vorlieb
nehmen und Euch auch an einem Lagenshirt versuchen, während Ihr weiter auf
Sindys Rückkehr wartet? Los geht’s…
Grundlagen:
Ich habe zwei Versionen genäht, in unterschiedlicher
Vorgehensweise: Ein Shirt mit Puffärmeln, eines mit glatten Ärmeln. Ihr könnt
jeden beliebigen Standard-Shirt-Schnitt verwenden. Die Ärmel müsst Ihr
entsprechend verlängern oder kürzen. Mein Schnitt, der Basic-Schnitt von Minikrea,
enthielt bereits glatte Ärmel wie auch Puffärmelchen jeweils in beiden Längen,
so dass ich für jedes Shirt zwei Ärmel abgepaust habe:
Für Shirt Nr. 1 (orange mit blauen Flugzeugen) den glatten
kurzen und den glatten langen Ärmel.
Für Shirt Nr. 2 (mit den pinken und orangefarbenen
Elefäntchen) den glatten langen Ärmel und den kurzen Puffärmel.
Zuschneiden:
Vorder- und Rückenteil werden wie gewohnt zugeschnitten. Für
jedes Shirt werden nun außerdem insgesamt vier Ärmel benötigt: Zwei lange und
zwei kurze. Die Ärmelsaumzugaben müsst Ihr dabei entsprechend ergänzen, wie der
Saum gestaltet werden soll. Für Lagenshirt Nr. 1 gebe ich für den
umgeschlagenen Saum 2cm dazu, bei allen vier Ärmeln (1); Lagenshirt Nr. 2
bekommt am langen Ärmel einen umgeschlagenen Saum (d.h. 2cm Zugabe), am
Puffärmel ein Bündchen (d.h. 0,7cm Zugabe) (2). Das Bündchen müsst Ihr dann
noch zusätzlich zuschneiden.
Nun säumt Ihr die Ärmel alle einzeln, je nach Saumart, die
Ihr Euch ausgesucht habt (3).
Zusammensetzen: Version 1, glatte Ärmel
Bei dem Jungs-Shirt werden die Ärmel eingesetzt, bevor die
Ärmel- und Seitennähte geschlossen werden. Ihr näht also zuerst die
Schulternähte, und setzt dann die Ärmel zusammen ein. Der kurze Ärmel liegt
rechts auf rechts auf dem Shirt, der lange Ärmel dann mit seiner rechten auf
der linken Seite des kurzen Ärmels. Die Schulter müsst Ihr gut ausrichten, und
beim Nähen darauf achten, dass stets alle drei Lagen mit gefasst werden (4).
 
Dann werden die Ärmel- und Seitennähte in einem Rutsch
geschlossen. Auf der Länge des kurzen Ärmels müssen wieder alle drei Lagen
gemeinsam gefasst werde (5)!
Wenn alles gut gelingt, treffen in der Naht die Saumkanten
des kurzen Ärmels aufeinander (6).

Der kurze Ärmel ist hier in der Naht mit fixiert. Für das
Mädchenshirt mit den Puffärmeln wünschte ich mir einen anderen Effekt: Der
Ärmel sollte komplett frei sein, um wirklich hübsch puffig und fluffig zu
fallen. Also auf, zu Version 2:

Zusammensetzen: Version 2, Puffärmel
Diese Fassung ist ein wenig frickeliger, weil die Ärmel als
Ringe eingesetzt werden, und weil gleichzeitig die Kräuselung des Puffärmels
gut ausgerichtet werden muss, damit die Schulterpunkte aufeinander passen.
Am Shirt werden die Schulter- und die Seitennähte
geschlossen (7). Die Ärmel sind gesäumt; die Ärmelnähte werden ebenfalls
geschlossen. Nun näht Ihr noch die Kräuselfäden in den Puffärmel und kräuselt
ihn entsprechend auf die benötigte Länge (8). Dabei am besten den Schulterpunkt
mit einer Stecknadel markieren, so passt hinterher alles gut aufeinander.

Ihr steckt dann den langen Ärmel in den kurzen. Wer möchte,
kann die beiden Ärmel aufeinanderheften, so kann beim Einsetzen nichts
verrutschen. Die Ärmel werden rechts auf rechts eingesetzt; ich stecke zuerst
die Achsel- und die Schulterpunkte zusammen und verteile dann Stecknadeln auf
der restlichen Strecke (9).

Rundherum nähen – und der Ärmel ist unten frei.
Nun die Shirts wie gewohnt säumen – und fertig!

Hoffentlich sind Sindys Mädchen recht bald ein Herz und eine Seele, sei es nun im Partner-Lagen-Look oder nicht. Aus dem :: stoffbüro :: jedenfalls gehen die besten Wünsche an die jüngst gewachsene Familie! Ich hoffe sehr, liebe Sindy, dass Ihr alle wohlauf seid, dass sich die Schwestern gut verstehen, und dass wir recht bald – aber zur gegebenen Stunde – wieder von Dir lesen!

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